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 ( Foto um 1900 )


Adam Ehry wurde am 1. Dezember des Jahres 1849 in Hofheim am

Taunus geboren. Die Eltern waren Nikolaus Ehry (*14.8.1812) und

Josefa (*05.09.1812), geb. Wollstadt - beide in Hofheim geboren.

Sein Vater war von Beruf Bäcker und betrieb als weitere, ertragreiche

Erwerbsquelle die Landwirtschaft. Adam und seine Geschwister mußten

deshalb in jungen Jahren bereits tatkräftig bei den täglich anfallenden

Arbeiten in der Landwirtschaft und in der Backstube mithelfen.

Mein Ur-Großvater besuchte die Schule, die seinerzeit in dem

von der Stadt Hofheim erworbenen Kellereigebäude untergebracht war.




Nach seiner Musterung war Adam dann ab

1870 in Berlin als  > Dragoner  bei der 

Preußischen Armee stationiert.

Seine Einheit  war das 4. Escadron des 

> 2. Garde-Dragoner-Regiments

Escadron Chef zu diesem Zeitpunkt

war der Rittmeister von Beneckendorff

und von Hindenburg.                                            ( Preußische Dragoner)



   DER KRIEG 1870 - 1871


   >  Vorgeschichte,  Kriegsvorbereitungen
       und Strategien, Kriegsbeginn


   >  Kriegsverlauf,  Kapitulation und Frieden

      
                              www.preussenweb.de




Von 1870 bis 1871 gehörte Adam Ehry dem Gardekorps der 2. Armee an,

deren Oberbefehlshaber der General der Kavallerie, Prinz Friedrich Karl

von Preußen, war.


 >  Der Deutsch-Französische Krieg 1870-1871      Multivision

                                           www.youtube.de


Als Gardedragoner, unter dem Regiments-Kommandeur von Oberst

Reinhold Graf Fink zu Finkenstein, war seine nächt höhere Armee Einheit

die 3. Kavallerie-Brigade, die der Garde-Kavallerie-Division zugeordnet war.

Während der Schlacht bei Vionville und

Mars la Tour, am 16. August 1870, mußte das

2.Garde-Dragoner-Regiment mehrere

Kavallerie-Atacken des dreifach überlegenen

französischen Regiments Chasseur d´Afrique

unter hohen Verlusten abwehren, bevor das

13. Dragoner-Regiment die französische

Einheit zur Flucht zwang.

Bei den 2.Garde-Dragonern fielen bei  > Vionville-Mars la Tour  deren

Kommandeur Graf zu Finkenstein und der Escadron Chef meines

Ur-Großvaters, der Rittmeister Beneckendorf v. Hindenburg.

Er selbst wurde bei einer Kavallerie Atacke des Feindes durch einen

Säbelhieb verletzt, wie aus den Verlust-Listen des 1870er Krieges zu

entnehmen ist.

Quelle: ancestry, Historische Daten und Dokumente

Königliche Geheime Oberhofbuchdruckerei (Hrsg.)
Deutsch-Französischer Krieg 1870-71
Verlust Listen, Berlin 1870-1871
Verlustliste Nr. 49, Mars la Tour, 16. August 1870
 

> Seite 284,  2.Garde - Dragoner - Regiment           > Ausschnitt
 
> Seite 285, Verletzung Dragoner Adam Ehry          > Ausschnitt


                                                       > ancestry.de


Nach seiner Entlassung aus dem Feldlazarett nahm er am 1. September

des ersten Kriegsjahres mit dem 2.Garde-Dragoner Regiment noch an

der  > Schlacht von Sedan  teil und war vom 19. September bis zum

20. Dezember 1870 mit seiner Einheit bei der Einschließung und
 
Belagerung von Paris dabei, wobei er jeweils unverletzt blieb.

Nach Kriegsende kehrte Adam wieder nach Hofheim zurück.




   Am 11. März 1873 heiratete Adam in Hofheim

   > Eva Welk  (*14. März 1851 ).

   Sie war die selbsbewußte und stolze Tochter -

   so wie spätere Generationen zu berichten wußten -

   des wohlhabenden Hofheimer "Löwenwirtes"

   und Landwirtes  > Adam Welk  (*26. Mai 1793)

   und dessen zweiter Ehefrau, Eva Bender,

(*20. November 1822) aus Hornau bei Kelkheim.  

Noch in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts wurden er und seine

Ehefrau Besitzer der Großen Bauernhofes in der Burgstraße 26, dessen

Erwerb durch großzügige finanzielle Unterstützung sowohl der Eltern

als auch der Schwiegereltern ermöglicht wurde.






   Hof Ehry in der
   Burgstraße 26,
   in Hofheim am
   Taunus

In den 70er und 80er Jahren wurden die Kinder geboren:

Adam *1875,  Eva-Elisabeth *1876,  Anna *1879,  Peter *1880,

Josefine *1881,  Adolf, mein Großvater, *1886  und

Nikolaus *1889.

Um dem Platzanspruch der auf dem Hof lebenden Personen  - wie Familie,

Knechte und Mägte - gerecht zu werden, ließ Adam dann zu Anfang der

1880er Jahre den Gebäudekomplex noch um ein zweigeschossiges

Wohnhaus erweitern.

       
>
Situationsplan  über die Erbauung eines Wohn- und
   Oeconomiegebäudes für Adam Ehry, vom 14. April 1881




















  Wohnhaus Hof Ehry
  in der Burgstraße 26


Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der Bauernhof meiner Ur-Großeltern

mit einer Gesamtgröße an Ackerland, Wiesen und Weiden mit insgesamz

126 Morgen im Grundbuchamt zu Frankfurt-Höchst eingetragen und

gehörte damit zu den größten Hofgütern von Hofheim am Taunus.

Familienmitglieder späterer Generationen, die meinen Ur-Großvater noch

persönlich kannten, "zeichneten von ihm das Bild" eines stolzen und

gerechten aber dennoch eigenwilligen Mannes, der weitgehend die

Vorstellungen, die man von einem dominanten, mächtigen "Großbauern" hat,

bestätigte. Man vertraute ihm, da er sich besonders für die Belange der

Bauern einsetzte und man achtete ihn, als man ihn um das Jahr 1900

zum  > Vorsitzenden des Kirchenvorstandes  der Hofheimer katholischen

> Pfarrgemeinde St. Peter und Paul  wählte.


  Der Tradition seines ehemaligen Regimentes

  verbunden, war Adam über lange Jahre hinweg,

  zu den jährlich stattfindenden Versammlungengen

  der "Vereinigung ehemaliger 2.Gardedragoner 1874"

  nach Berlin gereist, bei deren Treffen auch zumeist

Repräsentanten des Kaiserhauses anwesend waren.


> Mars-la Tour - Denkmal des 1. u. 2. Garde-Dragoner-Rgts.




  




   Wohnzimmer / Salon, Ende des 19. Jahrhunderts